Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und der DATABUND –Verband der mittelständischen IT-Dienstleister und Softwarehersteller für den öffentlichen Sektor e. V. (DATABUND e. V.) haben am 30.07.2026 mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem BMDS und der mittelständischen IT-Wirtschaft eine offene Mittelstands-Initiative gestartet. Diese Initiative kann also von allen interessierten Verbänden und Unternehmen mitgezeichnet werden.
Ziel der Vereinbarung ist es, die Digitalisierung und Modernisierung von Staat und Verwaltung zu beschleunigen, indem die Expertise der mittelständischen IT-Branche gezielt in die Entwicklung digitaler Verwaltungsdienste und in den Ausbau einer souveränen digitalen Infrastruktur eingebunden wird.
Staatssekretär Dr. Markus Richter: „Die Kooperationsvereinbarung sendet ein klares Signal an die Kommunen. Durch die Zusammenarbeit mit den Herstellern kommunaler Fachverfahren sowie mit weiteren Akteuren des digitalen Ökosystems stellen wir sicher, dass die digitale Realität der kommunalen Praxis entspricht. Die Fachverfahrenshersteller sehen wir als Partner, die ihre Lösungen flächendeckend bereitstellen. Unser Ziel ist es, schnell spürbare Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürgern zu erreichen.“
DATABUND-Vorstandsvorsitzender Sirko Scheffler sieht die unterzeichnete Vereinbarung als wichtigen Schritt hin zu einer Ein- und Anbindung bei den zentralen IT-Projekten der öffentlichen Verwaltung für die mittelständischen IT-Unternehmen. Gerade die IT-Expertise auf der kommunalen Ebene kann den Rollout deutlich beschleunigen und zu wird zu besseren Ergebnissen für die Bürgerinnen und Bürger sowieso für die Wirtschaft führen.
Die Mittelstandsinitiative soll explizit offen für alle interessierten Verbände und Unternehmen sein. Diese können den Kooperationsvertrag mitzeichnen und damit in eine Zusammenarbeit mit dem BMDS eintreten. Für die Mitzeichnung der Kooperation wird in Kürze eine digitale Möglichkeit geschaffen, mit der auch die Unternehmen einsehbar sind, die mit dem BMDS in dieser Initiative kooperieren.
Im Rahmen der Kooperation zwischen dem BMDS und der mittelständischen Wirtschaft geht es vor allem um einen Austausch von Informationen. Das BMDS stellt frühzeitige und detaillierte Informationen für die Softwareunternehmen zu seinen IT-Projekten bereit, damit diese eine Anbindung prüfen und deren Umsetzung planen können. Die mittelständische IT-Wirtschaft liefert umgekehrt qualifiziertes Feedback zu den Vorhaben, die das BMDS plant, um die Umsetzungen der Projekte vor allem auf der kommunalen Ebene nachhaltiger und schneller zu gestalten.
Die Pressemitteilung, den Vertragstext und die Agenda des Abends finden Sie hier.
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Fotos von links nach rechts: Sirko Scheffler, Vorstandsvorsitzender (DATABUND e.V.), Staatssekretär Dr. Markus Richter (Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung)
Weitere Fotos der Veranstaltung finden Sie hier:
(Bitte verwenden Sie bei Nutzung die folgende Quellen-Angabe: BMDS & DATABUND / Fotograf Vincent Grätsch)
Hinweis für Pressevertreter:innen: Bei Verwendung eines oder mehrerer Bilder senden Sie uns bitte unbedingt ein Referenzexemplar des Berichtes (Print) oder Link (bei Online-Berichten) an info@databund.de.
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Foto von links nach rechts: Franz-Reinhard Habbel (HABBEL GmbH), Oliver Eiler, Geschäftsführer (Junikom GmbH), Bernd Schlömer, Staatssekretär und CIO (Land Sachsen-Anhalt), Sirko Scheffler, Vorstandsvorsitzender (DATABUND e.V.), Staatssekretär Dr. Markus Richter (Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung), Stephan Hauber DATABUND-Vorstand & Vorstandsvorsitzender (VOIS e.V.), Alexander Handschuh, Sprecher (Deutscher Städte- und Gemeindebund), Christian Stuffrein, Referatsleiter (Deutscher Landkreistag)
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Bereits 22 Unternehmen haben den Kooperationsvertrag vor Ort mitgezeichnet.
(Unternehmen in alphabetischer Reihenfolge): bec kommunal Software GmbH, brain-SCC GmbH, Cloudflight Germany GmbH, d.velop AG, EurOwiG GmbH, EVY Solutions GmbH, geoinform Softwarevertrieb GmbH, Governikus Service GmbH, HSH Soft- und Hardware Vertriebs GmbH, Junikom Gruppe GmbH, Kommunix GmbH, MACH GmbH, mitteldeutsche IT GmbH, more! software GmbH, NOLIS GmbH, procilon GmbH, prokommunal GmbH, Purpleview GmbH, SYNIOS Document & Workflow Management GmbH, TSA Public Service GmbH (TELEPORT), Verlag für Standesamtswesen, VOIS e.V.
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Statements zur Kooperationsvereinbarung:
Michael Vogel, Geschäftsführer, Evy Solutions GmbH
„Die Kooperationsvereinbarung ist ein starkes Signal für die Rolle des Mittelstands bei der Digitalisierung des Staates. Als Evy Solutions freuen wir uns, mit unserer KI einen konkreten Beitrag zur digitalen Souveränität Deutschlands leisten zu können. Unser Ziel ist es, in den Verwaltungen, Innovation und Souveränität zusammenzubringen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem BMDS und allen Partnern dieser Initiative.“
Dr. Stephan Klein, Geschäftsführer, Governikus GmbH & Co. KG
„Die Kooperation zwischen dem BMDS und dem DATABUND ist ein wichtiges Signal für eine praxisnahe und souveräne Verwaltungsdigitalisierung. Als langjähriger Partner von Bund und Ländern sowie DATABUND-Mitglied begrüßen wir es sehr, dass die Expertise mittelständischer Unternehmen frühzeitig in zentrale IT-Vorhaben einfließt. So können sichere, interoperable und an den tatsächlichen Anforderungen von Verwaltung, den jeweiligen Fachlichkeiten sowie von Bürgerinnen und Bürgern orientierte Lösungen schneller in die Fläche gebracht werden.“
Enrico Kropfgans, Manager Business Development, PDV GmbH
„Digitalisierung gelingt am besten, wenn Verwaltung, Politik und Mittelstand ihre Stärken zusammenbringen. Als mittelständisches deutsches Unternehmen gestalten wir, die PDV, diesen Weg seit Jahrzehnten mit. Interoperabilität und offene Standards sind für uns die Grundlage einer effizienteren, anschlussfähigeren Verwaltung – gerade in den Kommunen. Deshalb begrüßen wir diesen Schulterschluss. Denn die Zukunft der Verwaltungsdigitalisierung entsteht nicht im Alleingang – WIR DIGITALISIEREN DEUTSCHLAND gemeinsam.“
Hendrik Tamm, Geschäftsführer, prokommunal GmbH
„Der Führerschein ist für Bürgerinnen und Bürger eine der wichtigsten Verwaltungsleistungen. Das BMDS hat ihn daher in seine Modernisierungsagenda aufgenommen. Als Fachverfahrenshersteller im Führerscheinwesen ist die prokommunal GmbH mit bundesweit 200 Kunden wie das BMDS daran interessiert, die Digitalisierung in diesem Bereich voranzutreiben. Wir freuen uns auf den Austausch und die Zusammenarbeit.“
Martin Dutkiewicz, Leitung Consulting und Vertrieb eGovernment, SYNIOS Document & WorkflowManagement GmbH
„Für uns ist diese Vereinbarung weit mehr als eine formale Kooperation. Sie ist ein klares Signal, dass die Innovationskraft mittelständischer Unternehmen künftig stärker in die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung eingebunden wird. Mit dem SYNIOS Framework verfolgen wir bereits seit über zehn Jahren den Once-Only-Gedanken und entwickeln Lösungen, die Verwaltungsprozesse effizienter, digitaler und bürgernäher gestalten. Umso mehr freuen wir uns, dass diese Ansätze nun auch auf politischer Ebene größere Aufmerksamkeit erhalten. Dass dieser Weg erfolgreich ist, zeigt auch die Auszeichnung mit dem DIGITAL-Award 2025 auf der KOMMUNALE in Nürnberg, den wir gemeinsam mit unserem kommunalen Partner Kloster Lehnin für unser Konzept gewinnen konnten. Der Mittelstand verfügt über die Innovationskraft, die Praxiserfahrung und die Nähe zu den Anforderungen von Verwaltung und Bürgern, um die digitale Transformation aktiv mitzugestalten. Wir danken dem DATABUND und dem BMDS für diese zukunftsweisende Initiative und freuen uns auf eine vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit. Digitalisierung entsteht nicht allein in Strategiepapieren, sondern in der erfolgreichen Umsetzung vor Ort. Der Mittelstand hat dafür seit Jahren die passenden Lösungen. Wir freuen uns, diese künftig noch stärker in die Zusammenarbeit mit dem BMDS einbringen zu können.“
Dirk Czepluch, procilon GmbH
„Procilon gibt es seit 25 Jahren – wir kümmern uns um sicheren Datenaustausch und -abruf für über 2.500 Kunden aus Energiewirtschaft, Finanzwesen, Gesundheitswesen und öffentlicher Verwaltung. Wir begrüßen die Initiative der Bundesregierung zur Stärkung von Wettbewerb, Souveränität und Resilienz. Als Mittelständler mit klarer Europa-Agenda stehen wir zusammen mit anderen Fachsoftwareanbietern hinter dem Ausbau richtlinienkonformer, sicherer Datenverarbeitung „made in Germany“. Wir verstehen uns dabei als Rückgrat der Digitalisierung.“
Lothar Stein, Geschäftsführer, Purpleview GmbH
„Wir bei purpleview begrüßen diese Initiative ausdrücklich. Wir haben viel in Formulare und Antragsstrecken investiert – das war richtig. Aber ein Formular allein schließt einen Fall nicht immer ab: Es bleibt der Moment, in dem jemand eine Identität nachweisen, unterschreiben oder beraten werden muss. Genau diese „letzte Meile“ ist heute noch überwiegend analog. Mit unserer Lösung empathy machen wir die Bürgervorsprache digital – medienbruchfrei, mit persönlicher Beratung genau dann, wenn sie gebraucht wird, und fallabschließend. Unser Anspruch ist Anschlussfähigkeit statt Parallelwelt: prozessintegriert und ausgerichtet auf EUDI-Wallet, DeutschlandID und den Deutschland-Stack. Offene Standards sind für uns als Mittelständler kein Zwang, sondern die Grundlage für fairen Wettbewerb. Digitalisierung, die beim Bürger ankommt, entsteht dort, wo Technik und Mensch zusammenkommen. Dazu tragen wir gerne bei.“
Sirko Scheffler, Geschäftsführer, brain-SCC GmbH
„Kooperation mit bundesweiter Perspektive ist ausdrücklich zu begrüßen: Sie schafft Planungssicherheit für Hersteller, Dienstleister, Bund, Länder und Kommunen. Entscheidend ist dabei, dass Basiskomponenten und offene Standards den Anforderungen einer erfolgreichen Verwaltungsdigitalisierung tatsächlich gerecht werden. Gelingen kann das nur in einem gemeinsamen Ökosystem aus BMDS und mittelständischer IT-Wirtschaft. Die Modernisierung von Staat und Verwaltung duldet keinen Aufschub – sie braucht Tempo, klare Verantwortlichkeiten und verbindliche Ergebnisse.“
Uwe Warnecke, Geschäftsführer, NOLIS GmbH
NOLIS ist intensiv an der Pilotierungsphase der BundID, speziell zum Rückkanal, beteiligt. Der Rückkanal mit Nachrichten aus dem ZBP funktioniert ermöglicht bereits erste Dialoge, die seitens einer Kommune in NOLIS | Rathausdirekt und seitens einer Bürgerin im ZKB geführt wurden. Die Beteiligung in der Pilotgruppe ist seitens des BMDS ein echter Vertrauensbeweis in die Leistungsfähigkeit der privaten IT-Dienstleister. Die Kooperationsvereinbarung zwischen BMDS und Databund bestätigt die positive Entwicklung, dem Fachwissen und dem Engagement etablierter privatwirtschaftlicher Software-Unternehmen mit Ihrer profunden Kenntnis des kommunalen Alltags bei der Digitalisierung deutlich mehr Vertrauen und Beachtung zu schenken. Die Vereinbarung ist zweifellos ein gutes Beispiel für die Erkenntnis, dass zwischen öffentlich-rechtlichen IT-Dienstleistern und Startups jene Anbieter zu finden sind, die zugleich innovativ und pragmatisch vorgehen – zum Vorteil der Kommunen und deren wirtschaftlichen Möglichkeiten.
Arne Baltissen, Geschäftsfeldleiter Bauen und Umwelt, PROSOZ Herten
„Wir vertreten die Überzeugung, dass Verwaltungsdigitalisierung dort ihre vielfältige Wertschöpfung voll entfaltet, wo Recht auf Verwaltungspraxis trifft, nämlich in den Fachverfahren. Dies wird vor allem für die Bürgerinnen und Bürger in den Kommunalverwaltungen vor Ort spürbar. Fachverfahren sind kein Anhängsel der Digitalisierung, sondern ihr primärer Wirkungsort. Genau deshalb ist die Anschlussfähigkeit von Fachverfahren, Registern, Portalen und D-Stack Komponenten der entscheidende Faktor, um echte Wirkung für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen in der Fläche entfalten zu können. Wir bringen dafür zwei Dinge ein: Zum einen wirken wir selbst an der Entstehung und Pflege der dringend benötigten Standards mit. Wir bringen unsere fachliche Expertise im Föderalen IT-Standardisierungsboard in Gemeinschaft mit Bund und Ländern, öffentlichen und privaten Dienstleistern ein, weil verbindliche offene Standards nur dann tragen, wenn die Erfahrung aus Entwicklung, Betrieb und kommunaler Umsetzung von Anfang an mit einfließt. Standards, die sich nicht in 11.000 Kommunen umsetzen lassen, sind keine gelebten Standards, sondern nur Papier. Zum anderen bringen wir gerade die erforderliche technische und fachliche Basis in den Markt. Wir arbeiten an einer vollvernetzten, Ende-zu-Ende gedachten Fachverfahrensschicht. Diese wird über offene Schnittstellen, beispielsweise mit NOOTS, mit eIDAS-konformen Identitäts- und Wallet-Lösungen interagieren. Dabei ist uns wichtig, dass wir den Kommunen Anpassungslast und Komplexität abnehmen, damit sie handlungsfähig bleiben, nicht aber ihre Verantwortung und Entscheidungshoheit. Die Initiative für interoperable Verwaltungsservices zahlt auf genau das ein, was lange gefehlt hat: gemeinsame technische, fachliche und Transportstandards, an denen unterschiedliche Anbieter sich orientieren und fair konkurrieren können. Denn digitale Leistungsfähigkeit und Souveränität entsteht nicht durch einzelne Lösungen, sondern durch das Zusammenspiel auf Plattformen, durch offene Standards, wiederverwendbare zentrale Komponenten und eine kompatible Architektur. Standards beenden nicht die notwendige Komplexität von kommunalen Verfahren, sondern geben der Verwaltung und Lösungsanbietern Struktur. So kann nachhaltig Interoperabilität sichergestellt werden, wo sie dringend benötigt wird. Daran arbeiten wir und viele weitere mittelständische Unternehmen aus dem kommunalen Markt aktiv mit. Wir freuen uns auf die Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem BMDS.“ (Das Statement als Dokument finden Sie hier).
André Holhozinskyj, CEO, Cloudflight Germany GmbH
Sehr geehrte Damen und Herren, was heute unterschrieben wurde, ist mehr als eine Vereinbarung – es ist ein klares Signal. Danke an den DATABUND, dass er den IT-Mittelstand an den Tisch bringt, an dem über die zentralen Digitalvorhaben des Bundes entschieden wird. Ein besonderer Dank an Herrn Staatssekretär Dr. Richter und an Herrn Sirko Scheffler. Cloudflight ist gern dabei. Wir bringen mit, was wir am besten können: tiefe Erfahrung im öffentlichen Umfeld und technische Beratung, die in der Umsetzung trägt – nicht nur auf dem Papier. Standards sind kein Selbstzweck. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass Lösungen überhaupt zusammenspielen. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen: Diese Bausteine sollten nicht nur den Austausch zwischen Behörden vereinfachen, sondern auch den zwischen Unternehmen und Verwaltung. Dass sie föderal, von Bund und Ländern gemeinsam, bereitgestellt werden, macht sie tragfähig – und genau da liegt der Hebel für spürbare Wirkung in der Fläche. Wir freuen uns darauf, mit anzupacken. Damit diese Standards schnell dort ankommen, wo sie wirken: in der Praxis. Vielen Dank.“

